Was braucht man zum glücklich sein?

Die Frage nach dem Glück ist so alt wie die Menschheit selbst. Für die einen liegt es auf der Straße, für die anderen ist es ein lebenslanger Wunschtraum, der sich erst im Jenseits erfüllt. Philosophen haben sich seit der Antike darüber Gedanken gemacht. Die Glücksforschung erlebt seit 20 Jahren einen Boom – die Ratgeber in den Buchläden sind voller Empfehlungen. Zum Glück gehören aber auch Tiefpunkte, die man als Chance begreifen und daraus Kraft schöpfen kann. Glück ist eben Definitionssache – und davon gibt es in Deutschland allein 82 Millionen Varianten. Haben Sie Ihr Glück schon gefunden?

Auf der Suche nach Glück

Ist Glück = Erfolg, Wohlstand, Gesundheit oder das Ausbleiben unangenehmer Erlebnisse? Mehr Zeit für sich zu haben und sich den wirklich „wichtigen“ Dingen zu widmen? Das sind verständliche Wünsche, auch wenn die Realität oft anders aussieht. Letztendlich liegt darin die tiefe Sehnsucht, dass zumindest die großen Bereiche unseres Lebens gelingen.

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„Sorge dich nicht – lebe!“

Jahrelang stand dieser Titel ganz oben auf den Bestsellerlisten der Sachbücher. Der Autor Dale Carnegie hatte mit der Empfehlung „Sorge dich nicht, lebe!“ einen Nerv getroffen: Viele Menschen werden mit den täglichen Sorgen nicht fertig. Sie sehen sich danach, wieder befreit aufzuatmen und glücklich sein zu können. Sorgen können zu wahren Quälgeistern werden, die sich wie Kletten in der Seele festhaken, die unsere Gedanken beherrschen und Zuversicht in Zukunftsangst verwandeln. Sorgen können uns manchmal regelrecht gefangen nehmen und lähmen.

Der Arzt und Theologe Albert Schweitzer (1875-1965) sagte dazu: „Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind.“ Dass sich die meisten Sorgen am Ende als belanglos oder unnötig erweisen, ergab ein Experiment. Über einen bestimmten Zeitraum notierte sich jemand alles, was ihm Sorgen bereitete. Später ergab die Auswertung folgendes Ergebnis:

  • Befürchtungen, die nie eingetroffen sind: 40 Prozent
  • Ereignisse und Entwicklungen, die unvermeidlich waren und durch nichts hätten verhindert werden können: 30 Prozent
  • Unnötige Sorgen um die Gesundheit: 12 Prozent
  • Bedeutungslose Sorgen: 10 Prozent
  • Berechtigte Sorgen: 8 Prozent

Echte Glücksmomente

Das Streben nach Glück kann gespickt sein von Hindernissen. Richtige Glücksmomente erleben viele Menschen oft erst nach einer schweren Zeit, nach einer schwierigen Situation oder nach einem Unfall. Das hat Samuel Koch am eigenen Leib erfahren. 2010 verunglückte der damalige Stuntman und angehende Schauspieler in der Sendung „Wetten, dass ..?“. Seitdem ist vom Hals abwärts gelähmt. Trotz zahlreicher Operationen und Schmerzen, sagt er: „Man kann auf jedem Niveau klagen – aber auch glücklich sein.“ Samuel Koch ist Christ. Seine Hoffnung schöpft er aus seinem Glauben.

Gott sorgt sich um unser Wohlbefinden. Er segnet unsere Arbeit, unseren Besitz. Das ist die äußere Form des Glücks. Geht es um unser inneres Glücksempfinden, dann nennt die Bibel in diesem Zusammenhang Begriffe wie Freude, Erfüllung, Dankbarkeit und Liebe. Gott schenkt es denen, die an seinen Sohn Jesus Christus glauben und diesen Glauben in die Tat umsetzen. Die Bibel kennt aber auch Leiden und Schwierigkeiten. Sie verspricht, dass die innere Glückseligkeit bleibt oder sogar noch stärker wird, je finsterer es um uns wird. Das klingt paradox. Doch Gott wird uns in allen Nöten zur Seite stehen. Das hat er versprochen. „Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch“ Die Bibel: 1. Petrus 5,7.

Es hilft, Gott beim Wort zu nehmen und ihn an sein Versprechen zu erinnern. Und wir dürfen gespannt und erwartungsvoll sein, wie er uns hilft. Selbst wenn dadurch unsere Sorgen nicht einfach verschwinden, so werden sie aber ihr niederdrückendes Gewicht verlieren.

Sefora Nelson: „Lege deine Sorgen nieder“

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