Akku leer? Wo ich überall auftanken kann

Paris hat ein großes Problem. Seit Juli 2019 auch Berlin. Was beide Hauptstädte vereint hat: zwei Räder, eine Stange zum Festhalten und Steuern und es wird mit einer Batterie angetrieben. „Wenn wir so einen E-Scooter sehen, schmeißen wir den um. Das ist die Pest auf unseren Bürgersteigen!“ Unsere zuvor so ruhig und versiert erzählende Stadtführerin schimpft auf einmal lautstark. Gerade mussten wir uns an einem der über 20.000 Exemplare, die ihre geliebte Heimatstadt an der Seine verunstalten, vorbeiquetschen. Ist der Akku leer, werden die neuen Fortbewegungsmittel einfach irgendwo abgestellt. Es wird sich schon jemand darum kümmern.

Geht es uns manchmal nicht ganz ähnlich? Wir eilen von einer Verpflichtung zur nächsten, lassen uns überreden, noch eine zusätzliche ‚kleine‘ Aufgabe zu übernehmen, werden von einem Telefonat aufgehalten und dann ist auch noch der Bus vor der Nase weggefahren. Wir fühlen uns gerädert, ausgelaugt und stehen wie bestellt und nicht abgeholt in der Gegend rum. Bis wir angeschnauzt werden, doch bitte weiterzugehen. Wir werden als Hindernis, als Bremser und manchmal auch als Verweigerer wahrgenommen. Und dass nur, weil wir gerade mal nicht so können, wie unser Umfeld es von uns erwartet oder gewohnt ist.

Welche Energiequelle geeignet ist

Soweit hätte es eigentlich gar nicht kommen müssen. Natürlich wissen wir, dass wir mit unseren Ressourcen sorgsam umgehen sollen. Wir sollen regelmäßig trinken und in Ruhe essen, damit der Körper das bekommt, was er braucht. In der Theorie klingt das einfach. Die Praxis sieht meist anders aus. Aber wie ist es, wenn nicht nur der Körper an seine Grenzen stößt, sondern auch die Seele? Welche Energiequelle ist hier geeignet?

Wir sind Beziehungswesen. Wir brauchen Freunde. Wir brauchen Familienmitglieder, die immer füreinander da sind. Sollten sie wenigstens. Wir brauchen ein gutes Klima im Betrieb. Schließlich verbringen wir mit den Kollegen mindestens 8 Stunden am Tag. Freunde, Familie, Kollegen, Nachbarn, Bekannte – sie bilden unser persönliches Netzwerk. Auch das muss gepflegt werden und kostet Energie. Einer, der jede Energiebilanz sprengt, ist Gott. Bei ihm geht es nicht um Kosten und Nutzen, Plus oder Minus.

Vom Minus zum Plus – immer

Gottes Kalkulation ist anders. In der Bibel können wir nachlesen, was Gott uns versprochen hat, wenn wir mutlos, schwach, voller Angst und verzweifelt sind: „Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand!“ (Jesaja 41,10 GNB) Gott ist der beste und verlässlichste Akku! Wenn wir nicht mehr können, dann steht er mit seiner Kraft bereit, uns Mut, Zuversicht, Hoffnung und Stärke zu geben. Jeden Tag können wir sie in Anspruch nehmen. Schluss mit den Momenten, wo wir verlassen irgendwo auf dem Bürgersteig stehen. Die nächste Ladestation ist nur ein Gedanke, ein Wort entfernt.